
Gossenwalzer
Wann ist Fantasie nur Lüge – und was passiert, wenn daraus Wirklichkeit wird? Die dreizehnjährige Tilda schafft sich zu Hause, im engen Kosmos einer Arbeitersiedlung, ihren eigenen Lebensraum. Seit Tildas Mutter beschlossen hat, das kleine Haus nicht mehr zu verlassen, ist es an Tilda, ihr Bericht zu erstatten. Dabei ist die Mutter nie um ein scharfzüngiges Urteil und eine Merksatz-Lebensweisheit verlegen. Allmählich wird klar, dass alle im Dorf – Schrauben-Sigi, Lügen-Hilde und der Büchermann – in ein altes Geheimnis eingeweiht zu sein scheinen, über das niemand sprechen will. Die junge Tilda, die »Randnixe«, fügt sich in dieses allgemeine Schweigen nicht: Sie bahnt sich mit ihrem Fantasiefreund Huckleberry Finn einen eigenen Weg, schreibt Notizbücher voll und zieht ihre Schlüsse. Aber als ein junger Intellektueller in der Siedlung auftaucht, geschieht ein Mord und man beschuldigt Tildas Onkel Sigi. Um ihn zu entlasten, trifft Tilda eine folgenschwere Entscheidung.
Gossenwalzer erzählt davon, wieviel Kraft, Irrwege und Liebe es braucht, um genau hinzusehen, nicht locker zu lassen und den Mut zur eigenen Stimme zu finden.
- S. Marix Verlag
- 9783737412490
- 224 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Leseband, 12,5 x 20 cm
Das sagt die Presse.
Ein toller Roman den ich, sobald ich die erste Seite angefangen hatte, nicht mehr aus der Hand legen konnte. Tilda hat mich in eine Zeit mitgenommen, in der Fetzen von meinen eigenen Erinnerungen aufblitzten. Spannend bis zum Schluss mit viel Wortwitz und -spielerei.
Man liebt Tilda von der ersten bis zur letzten Seite. Höchste Lesefreude!
Mit Tilda scheint Badey ein kongenialer Spagat, zwischen Biografie und Fiktion zwischen Zeitgeschichte und Traum gelungen zu sein. Wirklich großartig.
